Das Sprunggelenk trägt uns durchs Leben – bei jedem Schritt, jedem Treppensteigen, jeder Bewegung. Besonders mit zunehmendem Alter kann dieses komplexe Gelenk anfällig für Schmerzen werden. Sei es durch frühere Verletzungen, altersbedingten Verschleiß oder alltägliche Belastung: Beschwerden im Sprunggelenk schränken nicht nur die Mobilität ein, sondern oft auch das Sicherheitsgefühl beim Gehen.

Ursachen von Schmerzen im Sprunggelenk

Das Sprunggelenk verbindet Unterschenkel und Fuß – bei jedem Schritt federt es Ihr Körpergewicht ab. Mit den Jahren oder durch frühere Verletzungen kann es anfällig für Schmerzen werden. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

Typische Symptome & Warnzeichen

Die Beschwerden im Sprunggelenk hängen von der Ursache ab. Besonders häufig treten die unten aufgeführten Symptome & Warnzeichen auf.

Wichtig: Bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen, Schwellungen oder Blutergüssen sollten Sie ärztlichen Rat einholen – besonders nach einem Sturz oder Umknicken.

So wird die Ursache festgestellt (Diagnostik)

Wenn Schmerzen im Sprunggelenk länger anhalten oder immer wiederkehren, ist eine ärztliche Abklärung wichtig. Denn nur wenn die Ursache genau bekannt ist, kann auch die passende Behandlung erfolgen.

Am Anfang steht meist ein ausführliches Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt. Dabei geht es unter anderem darum, wann und in welchen Situationen die Schmerzen auftreten, ob es frühere Verletzungen gab oder ob andere Beschwerden – etwa Schwellungen oder Instabilität – hinzukommen.

Im Anschluss folgt eine körperliche Untersuchung. Dabei wird geprüft, wie beweglich das Gelenk ist, ob Druckschmerz besteht oder ob sichtbare Veränderungen wie Schwellungen oder Fehlstellungen vorliegen. Auch das Gangbild wird häufig beobachtet, um festzustellen, ob das Gelenk im Alltag richtig belastet wird.

Ergänzend helfen bildgebende Verfahren: Röntgenaufnahmen geben Aufschluss über Veränderungen am Knochen – etwa bei Arthrose oder Fehlstellungen. Ein MRT (Magnetresonanztomografie) zeigt auch Weichteile wie Bänder, Knorpel oder Entzündungen im Inneren des Gelenks. Bei Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung wie Rheuma oder Gicht kann zusätzlich eine Blutuntersuchung sinnvoll sein. Bestimmte Laborwerte helfen dabei, eine Entzündung oder einen Stoffwechselprozess als Ursache zu erkennen.

So entsteht Schritt für Schritt ein vollständiges Bild der Beschwerden – als Grundlage für eine gezielte, individuell passende Behandlung.

Behandlungsmöglichkeiten – konservativ bis unterstützend

Die Therapie richtet sich nach der Ursache – oft reichen bereits einfache Maßnahmen, um Beschwerden deutlich zu lindern:

Was Sie selbst tun können

Auch mit einfachen Mitteln im Alltag können Sie die Beschwerden aktiv beeinflussen:

Fazit

Das Sprunggelenk ist im Alltag enorm gefordert – und deshalb besonders anfällig für Beschwerden, gerade im fortgeschrittenen Alter.

Doch Schmerzen müssen kein Dauerzustand sein. Wer die Ursachen kennt, kann gezielt gegensteuern. Ob durch bewusste Bewegung, einfache Alltagstipps oder medizinische Unterstützung: Es gibt viele Wege, die Beschwerden zu lindern und wieder mehr Sicherheit beim Gehen zu gewinnen.

Warten Sie nicht zu lange – denn auch kleine Schritte können viel bewirken, wenn es um Ihre Mobilität und Lebensqualität geht.