Das Sprunggelenk trägt uns durchs Leben – bei jedem Schritt, jedem Treppensteigen, jeder Bewegung. Besonders mit zunehmendem Alter kann dieses komplexe Gelenk anfällig für Schmerzen werden. Sei es durch frühere Verletzungen, altersbedingten Verschleiß oder alltägliche Belastung: Beschwerden im Sprunggelenk schränken nicht nur die Mobilität ein, sondern oft auch das Sicherheitsgefühl beim Gehen.

Ursachen von Schmerzen im Sprunggelenk
Das Sprunggelenk verbindet Unterschenkel und Fuß – bei jedem Schritt federt es Ihr Körpergewicht ab. Mit den Jahren oder durch frühere Verletzungen kann es anfällig für Schmerzen werden. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

Arthrose (Gelenkverschleiß)
Im Laufe des Lebens nutzt sich der Gelenkknorpel ab. Dieser wirkt eigentlich wie ein Stoßdämpfer zwischen den Knochen. Wird der Knorpel dünner oder uneben, reiben die Knochen stärker aufeinander – das kann Schmerzen, Steifheit oder ein unangenehmes Reiben im Gelenk verursachen.
Verstauchungen oder alte Bänderverletzungen
Viele Menschen sind in ihrem Leben schon einmal umgeknickt. Auch wenn solche Verletzungen scheinbar gut verheilen, können sie langfristig Instabilität im Sprunggelenk hinterlassen. Das kann dazu führen, dass das Gelenk „nachgibt“, schneller überlastet wird und erneut schmerzt.
Überlastung oder Fehlbelastung
Langes Stehen, schweres Heben oder falsches Schuhwerk belasten das Sprunggelenk. Auch Fehlstellungen wie ein Knick- oder Senkfuß können die Belastung auf das Gelenk ungünstig verteilen und zu Reizungen führen – oft schleichend über Monate oder Jahre.
Entzündliche Erkrankungen
Schmerzen können auch durch entzündliche Prozesse entstehen, etwa bei Rheuma oder Gicht. In solchen Fällen ist das Gelenk oft gerötet, überwärmt und besonders druckempfindlich.
Verknöcherungen oder Ablagerungen
Manchmal bilden sich kleine Knochenvorsprünge oder Kalkablagerungen im Gelenk. Diese engen den Bewegungsraum ein und führen zu Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, besonders beim Abrollen des Fußes.
Typische Symptome & Warnzeichen
Die Beschwerden im Sprunggelenk hängen von der Ursache ab. Besonders häufig treten die unten aufgeführten Symptome & Warnzeichen auf.
Wichtig: Bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen, Schwellungen oder Blutergüssen sollten Sie ärztlichen Rat einholen – besonders nach einem Sturz oder Umknicken.

Stechender oder ziehender Schmerz beim Auftreten
Das kann auf eine Entzündung oder einen Knorpelschaden hinweisen – besonders wenn der Schmerz bei Bewegung stärker wird.
Schwellungen und Druckempfindlichkeit
Geschwollene oder druckempfindliche Stellen sprechen für eine Überlastung, einen Reizzustand oder eine leichte Verletzung. Auch nach dem Sitzen kann es zu Spannungsgefühlen kommen.
Unsicheres Gefühl beim Gehen
Wenn das Gelenk instabil wirkt, wegrutscht oder leicht „wegknickt“, kann das ein Hinweis auf schwache Bänder oder muskuläre Ungleichgewichte sein.
Geräusche im Gelenk
Ein Knacken oder Knirschen bei Bewegung ist nicht immer gefährlich, kann aber bei Arthrose oder Kalkablagerungen auftreten.
Morgendliche Steifigkeit
Wenn Sie morgens kaum auftreten können, sich das Gelenk aber nach wenigen Schritten „einläuft“, kann das auf beginnende Arthrose hindeuten.
So wird die Ursache festgestellt (Diagnostik)
Wenn Schmerzen im Sprunggelenk länger anhalten oder immer wiederkehren, ist eine ärztliche Abklärung wichtig. Denn nur wenn die Ursache genau bekannt ist, kann auch die passende Behandlung erfolgen.
Am Anfang steht meist ein ausführliches Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt. Dabei geht es unter anderem darum, wann und in welchen Situationen die Schmerzen auftreten, ob es frühere Verletzungen gab oder ob andere Beschwerden – etwa Schwellungen oder Instabilität – hinzukommen.
Im Anschluss folgt eine körperliche Untersuchung. Dabei wird geprüft, wie beweglich das Gelenk ist, ob Druckschmerz besteht oder ob sichtbare Veränderungen wie Schwellungen oder Fehlstellungen vorliegen. Auch das Gangbild wird häufig beobachtet, um festzustellen, ob das Gelenk im Alltag richtig belastet wird.
Ergänzend helfen bildgebende Verfahren: Röntgenaufnahmen geben Aufschluss über Veränderungen am Knochen – etwa bei Arthrose oder Fehlstellungen. Ein MRT (Magnetresonanztomografie) zeigt auch Weichteile wie Bänder, Knorpel oder Entzündungen im Inneren des Gelenks. Bei Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung wie Rheuma oder Gicht kann zusätzlich eine Blutuntersuchung sinnvoll sein. Bestimmte Laborwerte helfen dabei, eine Entzündung oder einen Stoffwechselprozess als Ursache zu erkennen.
So entsteht Schritt für Schritt ein vollständiges Bild der Beschwerden – als Grundlage für eine gezielte, individuell passende Behandlung.
Behandlungsmöglichkeiten – konservativ bis unterstützend
Die Therapie richtet sich nach der Ursache – oft reichen bereits einfache Maßnahmen, um Beschwerden deutlich zu lindern:

Schonung in der akuten Phase
Bei starken Schmerzen oder Schwellungen sollte das Gelenk zunächst entlastet werden. Kühlung kann helfen, die Entzündung zu beruhigen.
Physiotherapie
Gezielte Übungen helfen dabei, Muskulatur und Stabilität wieder aufzubauen. Auch das Gleichgewicht kann geschult werden – besonders wichtig, um Stürze zu vermeiden.
Wärme oder Kälte
Bei akuten Schmerzen und Entzündungen hilft Kälte (z. B. Kühlpacks). Bei chronischen Beschwerden wie Arthrose kann Wärme entspannen und die Durchblutung fördern.
Schmerzmittel
In Abstimmung mit dem Arzt können kurzfristig Medikamente eingenommen werden – zum Beispiel entzündungshemmende Präparate. Eine Dauerlösung sollten sie jedoch nicht sein.
Bandagen und Orthesen
Diese medizinischen Hilfsmittel stabilisieren das Gelenk und entlasten die beanspruchten Strukturen:
Bei Instabilität nach
- Umknickverletzungen oder schwachem Bindegewebe
- Bei Arthrose, um das Gelenk zu entlasten und Schmerzen zu verringern
- Wichtig: gute Passform, atmungsaktive Materialien und medizinisch geprüfte Qualität
Operative Eingriffe
Nur bei schwerem Knorpelschaden, dauerhafter Instabilität oder Verknöcherungen notwendig. Minimalinvasive Verfahren oder Gelenkersatz können helfen, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen.
Was Sie selbst tun können
Auch mit einfachen Mitteln im Alltag können Sie die Beschwerden aktiv beeinflussen:

In Bewegung bleiben – aber gelenkschonend
Spaziergänge, Fahrradfahren oder Wassergymnastik entlasten das Gelenk und erhalten die Beweglichkeit, ohne es zu stark zu belasten.
Fußmuskulatur stärken
Ein kräftiger Fuß entlastet das Sprunggelenk. Kleine Übungen – etwa mit einem Theraband oder Barfußgehen auf weichen Untergründen – helfen, die Muskulatur zu aktivieren.
Achten Sie auf gutes Schuhwerk
Wählen Sie stabile, gut gedämpfte Schuhe mit fester Sohle. Sie unterstützen die Gelenkführung und geben beim Gehen Sicherheit.
Gewicht reduzieren
Schon wenige Kilo weniger verringern die Belastung für das Sprunggelenk erheblich – jeder Schritt wird dadurch spürbar leichter.
Hören Sie auf Ihren Körper
Vermeiden Sie Überlastung. Bei Schmerzen ist eine Pause kein Rückschritt – sondern eine kluge Entscheidung.
Fazit
Das Sprunggelenk ist im Alltag enorm gefordert – und deshalb besonders anfällig für Beschwerden, gerade im fortgeschrittenen Alter.
Doch Schmerzen müssen kein Dauerzustand sein. Wer die Ursachen kennt, kann gezielt gegensteuern. Ob durch bewusste Bewegung, einfache Alltagstipps oder medizinische Unterstützung: Es gibt viele Wege, die Beschwerden zu lindern und wieder mehr Sicherheit beim Gehen zu gewinnen.
Warten Sie nicht zu lange – denn auch kleine Schritte können viel bewirken, wenn es um Ihre Mobilität und Lebensqualität geht.
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