Das Kniegelenk ist das größte und eines der am stärksten belasteten Gelenke unseres Körpers. Bei jedem Schritt, beim Treppensteigen, beim Aufstehen aus dem Stuhl – das Knie spielt eine zentrale Rolle für unsere Beweglichkeit und Selbstständigkeit. Im Laufe der Jahre ist es jedoch zahlreichen Belastungen ausgesetzt: durch Beruf, Freizeit, Sport oder Fehlbelastung. Kein Wunder also, dass Schmerzen im Knie zu den häufigsten Gelenkbeschwerden im Alltag zählen – gerade ab dem mittleren Lebensalter. Sie beeinträchtigen nicht nur die Bewegung, sondern auch die Lebensqualität, weil sie viele alltägliche Dinge erschweren.

Ursachen von Schmerzen im Kniegelenk

Mit zunehmendem Alter baut sich der schützende Knorpel zwischen den Knochen nach und nach ab. Dadurch kommt es zu Reibung im Gelenk, was Schmerzen, Steifheit und eine eingeschränkte Beweglichkeit auslösen kann. Besonders typisch: Anlaufschmerzen am Morgen oder nach längerem Sitzen.

Typische Symptome & Warnzeichen

Knieschmerzen können sich auf ganz unterschiedliche Weise äußern. Die Art der Schmerzen, ihre Intensität und der genaue Ort geben oft erste Hinweise darauf, was dahinterstecken könnte. Gerade bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte entwickeln sich die Beschwerden häufig schleichend – sie beginnen mit einem leichten Ziehen und werden mit der Zeit intensiver.

So wird die Ursache festgestellt (Diagnostik)

Wenn Knieschmerzen länger bestehen oder immer wiederkehren, lohnt sich eine gezielte Diagnostik.

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin. Dabei geht es um Ihre Beschwerden, frühere Verletzungen, mögliche Belastungen und andere Begleiterkrankungen. Auch wird gefragt, wann die Schmerzen auftreten und ob bestimmte Bewegungen sie auslösen oder verstärken.
Im Anschluss erfolgt eine körperliche Untersuchung. Dabei werden das Kniegelenk, die Muskulatur und die Stabilität geprüft. Wichtig ist dabei auch, wie weit das Knie gebeugt oder gestreckt werden kann und ob Schwellungen oder Druckschmerz vorliegen.
Zur genaueren Abklärung helfen bildgebende Verfahren: Röntgenbilder zeigen Veränderungen am Knochen, wie etwa bei Arthrose. Mit einem MRT lassen sich auch Weichteile wie Menisken, Bänder und Knorpel beurteilen. Bei Verdacht auf eine Entzündung können zusätzlich Blutwerte untersucht werden. Ziel ist es, die Ursache klar einzugrenzen – damit die Behandlung individuell und wirkungsvoll erfolgen kann.

Behandlungsmöglichkeiten – konservativ bis unterstützend

Welche Therapie sinnvoll ist, hängt von der Ursache und vom Ausmaß der Beschwerden ab. In vielen Fällen lassen sich Knieschmerzen ohne Operation gut in den Griff bekommen.

Was Sie selbst tun können

Auch mit einfachen Mitteln im Alltag können Sie die Beschwerden aktiv beeinflussen:

Fazit

Das Kniegelenk trägt uns durchs Leben – umso wichtiger, ihm bei Beschwerden rechtzeitig Beachtung zu schenken.

Schmerzen im Knie sind häufig, aber nicht alternativlos. Wer die Ursachen kennt und frühzeitig handelt, kann oft mit einfachen Maßnahmen wieder mehr Stabilität, Beweglichkeit und Lebensfreude zurückgewinnen.

Bewegung, gezielte Entlastung und medizinische Unterstützung können viel bewirken – ganz ohne Operation.