Die Hüfte ist eines der zentralen Gelenke unseres Körpers – sie trägt unser gesamtes Körpergewicht und sorgt dafür, dass wir gehen, stehen, sitzen und uns drehen können. Mit zunehmendem Alter steigt die Belastung auf das Hüftgelenk, und gleichzeitig nehmen Beweglichkeit und Muskulatur häufig ab. Besonders Menschen, die im Alltag viel sitzen oder früher körperlich stark gefordert waren, spüren dies deutlich: Die Hüfte wird steif, Bewegung schmerzt, und alltägliche Wege werden mühsamer. Hüftschmerzen gehören daher zu den häufigsten Gelenkbeschwerden im mittleren und höheren Lebensalter – sie beeinflussen Mobilität, Selbstständigkeit und Wohlbefinden spürbar.

Ursachen von Schmerzen im Hüftgelenk

Die Hüfte ist ein Kugelgelenk – stabil und beweglich zugleich. Doch sie ist auch anfällig für Verschleiß, Entzündungen und Fehlbelastungen. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

Typische Symptome & Warnzeichen

Hüftschmerzen zeigen sich auf vielfältige Weise – und nicht immer direkt an der Hüfte. Das macht die richtige Einschätzung oft schwierig.

So wird die Ursache festgestellt (Diagnostik)

Die Abklärung von Hüftschmerzen beginnt mit einem ausführlichen Gespräch: Wann genau treten die Schmerzen auf? Wie fühlen sie sich an – ziehend, stechend, dumpf? Gibt es bestimmte Bewegungen oder Belastungen, die sie verstärken?

In der körperlichen Untersuchung prüft die Ärztin oder der Arzt unter anderem die Beweglichkeit, Druckempfindlichkeit und den Gang. Auch angrenzende Bereiche wie die Lendenwirbelsäule werden einbezogen, um andere Schmerzursachen auszuschließen.

Zur genaueren Einschätzung werden oft bildgebende Verfahren eingesetzt:
Ein Röntgenbild zeigt, ob Arthrose oder Fehlstellungen vorliegen. Eine MRT-Untersuchung kann auch Weichteile wie Schleimbeutel, Muskeln und Sehnen darstellen. Blutuntersuchungen helfen bei Verdacht auf entzündliche Ursachen wie Rheuma oder Gicht.

So lässt sich klären, was genau hinter den Hüftschmerzen steckt – und wie gezielt behandelt werden kann.

Behandlungsmöglichkeiten – konservativ bis unterstützend

Nicht jeder Hüftschmerz muss operiert werden – im Gegenteil: Viele Beschwerden lassen sich durch einfache, aber gezielte Maßnahmen gut behandeln und langfristig lindern.

Was Sie selbst tun können

Auch mit kleinen Veränderungen im Alltag lässt sich bei Hüftschmerzen viel erreichen:

Fazit

Hüftschmerzen sind weit verbreitet – aber sie sind behandelbar. Ob durch Bewegung, gezielte Entlastung, unterstützende Hilfsmittel oder ärztliche Maßnahmen: Viele Betroffene können ihre Beschwerden deutlich lindern und neue Lebensqualität gewinnen.

Wichtig ist, auf die ersten Anzeichen zu hören – denn wer früh handelt, kann oft langfristig helfen. Ihre Hüfte trägt Sie durchs Leben – geben Sie ihr etwas zurück.