Die Hüfte ist eines der zentralen Gelenke unseres Körpers – sie trägt unser gesamtes Körpergewicht und sorgt dafür, dass wir gehen, stehen, sitzen und uns drehen können. Mit zunehmendem Alter steigt die Belastung auf das Hüftgelenk, und gleichzeitig nehmen Beweglichkeit und Muskulatur häufig ab. Besonders Menschen, die im Alltag viel sitzen oder früher körperlich stark gefordert waren, spüren dies deutlich: Die Hüfte wird steif, Bewegung schmerzt, und alltägliche Wege werden mühsamer. Hüftschmerzen gehören daher zu den häufigsten Gelenkbeschwerden im mittleren und höheren Lebensalter – sie beeinflussen Mobilität, Selbstständigkeit und Wohlbefinden spürbar.

Ursachen von Schmerzen im Hüftgelenk
Die Hüfte ist ein Kugelgelenk – stabil und beweglich zugleich. Doch sie ist auch anfällig für Verschleiß, Entzündungen und Fehlbelastungen. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

Arthrose (Hüftgelenksarthrose oder Coxarthrose)
Mit den Jahren nutzt sich der Knorpel zwischen Hüftkopf und Pfanne ab. Reibung, Entzündungen und eingeschränkte Beweglichkeit sind die Folge. Arthrose entwickelt sich meist langsam, beginnt mit leichten Bewegungsschmerzen und kann sich bis zur starken Einschränkung steigern.
Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
Überbelastung, einseitige Bewegungen oder Fehlhaltungen können die Schleimbeutel der Hüfte reizen. Typisch: stechende Schmerzen beim Liegen auf der Seite oder beim Aufstehen.
Reizzustände der Sehnenansätze
Vor allem bei muskulären Ungleichgewichten oder nach Überbelastung können Sehnen gereizt sein. Die Schmerzen sind meist lokal begrenzt, verstärken sich beim Gehen oder Treppensteigen.
Hüftdysplasie oder Fehlstellung
Manche Fehlstellungen sind angeboren, andere entstehen durch Verschleiß. Sie führen zu einer ungleichmäßigen Belastung des Gelenks – was auf Dauer Schmerzen verursacht.
Referred Pain – Schmerzen aus dem Rücken
Nicht selten „täuscht“ der Schmerz: Was wie Hüftschmerzen wirkt, stammt in Wirklichkeit aus der Lendenwirbelsäule. Ein erfahrener Arzt erkennt solche Zusammenhänge in der Untersuchung.
Typische Symptome & Warnzeichen
Hüftschmerzen zeigen sich auf vielfältige Weise – und nicht immer direkt an der Hüfte. Das macht die richtige Einschätzung oft schwierig.

Schmerzen in der Leiste
Ein ziehender Schmerz in der Leistengegend, vor allem beim Gehen oder Aufstehen, ist ein klassisches Anzeichen für Hüftarthrose. Auch das Anziehen der Beine oder das Umdrehen im Bett kann unangenehm sein.
Ausstrahlende Schmerzen ins Gesäß oder den Oberschenkel
Der Schmerz beginnt tief in der Hüfte, zieht aber nach hinten oder vorne ins Bein. Diese Art der Beschwerden tritt häufig bei Reizzuständen der Sehnen oder bei Schleimbeutelentzündung auf.
Bewegungseinschränkung
Alltägliche Bewegungen wie Bücken, Schuhe anziehen oder das Einsteigen ins Auto werden zunehmend mühsam. Auch ein hinkender Gang oder ein Nachziehen des Beins kann auftreten.
Steifigkeit nach dem Sitzen
Nach längeren Ruhephasen – etwa morgens oder nach dem Fernsehen – wirkt die Hüfte steif. Nach einigen Schritten bessert sich die Beweglichkeit oft.
Schmerzen beim Liegen
Besonders Seitenlage kann unangenehm sein. Das spricht häufig für eine Schleimbeutelreizung oder eine lokale Entzündung.
So wird die Ursache festgestellt (Diagnostik)
Die Abklärung von Hüftschmerzen beginnt mit einem ausführlichen Gespräch: Wann genau treten die Schmerzen auf? Wie fühlen sie sich an – ziehend, stechend, dumpf? Gibt es bestimmte Bewegungen oder Belastungen, die sie verstärken?
In der körperlichen Untersuchung prüft die Ärztin oder der Arzt unter anderem die Beweglichkeit, Druckempfindlichkeit und den Gang. Auch angrenzende Bereiche wie die Lendenwirbelsäule werden einbezogen, um andere Schmerzursachen auszuschließen.
Zur genaueren Einschätzung werden oft bildgebende Verfahren eingesetzt:
Ein Röntgenbild zeigt, ob Arthrose oder Fehlstellungen vorliegen. Eine MRT-Untersuchung kann auch Weichteile wie Schleimbeutel, Muskeln und Sehnen darstellen. Blutuntersuchungen helfen bei Verdacht auf entzündliche Ursachen wie Rheuma oder Gicht.
So lässt sich klären, was genau hinter den Hüftschmerzen steckt – und wie gezielt behandelt werden kann.
Behandlungsmöglichkeiten – konservativ bis unterstützend
Nicht jeder Hüftschmerz muss operiert werden – im Gegenteil: Viele Beschwerden lassen sich durch einfache, aber gezielte Maßnahmen gut behandeln und langfristig lindern.

Schonung und Entlastung in der Akutphase
Bei starken Schmerzen oder Reizungen hilft es, das Gelenk vorübergehend zu schonen – etwa durch Gehhilfen, kürzere Belastungszeiten oder den Verzicht auf schweres Heben.
Bewegung & Physiotherapie
Gelenkschonende Bewegung wie Schwimmen, Radfahren oder Aquafitness hält die Hüfte beweglich und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Spezielle Übungen aus der Physiotherapie stärken Muskulatur und entlasten das Gelenk.
Wärme oder Kälte
Bei chronischen Schmerzen kann Wärme entspannend wirken, bei akuten
Entzündungen empfiehlt sich Kälte – z. B. in Form von Kühlpacks oder
Umschlägen.
Medikamente
In Abstimmung mit dem Arzt können kurzzeitig schmerzlindernde oder entzündungshemmende Mittel eingenommen werden – etwa bei Schüben oder Reizzuständen.
Bandagen und Orthesen
Auch im Bereich der Hüfte gibt es unterstützende Hilfsmittel, etwa elastische Bandagen oder Stützorthesen:
- Sie entlasten das Gelenk, fördern die Stabilität und helfen dabei, muskuläre Spannungen auszugleichen.
- Besonders bei Arthrose oder nach Operationen sind sie eine sinnvolle Ergänzung zur Bewegungstherapie.
- Wichtig ist die richtige Passform – lassen Sie sich bei Bedarf beraten.
Operative Eingriffe
Erst wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder die Lebensqualität stark eingeschränkt ist, kann ein operativer Eingriff erwogen werden – etwa eine Gelenkspiegelung oder ein künstlicher Gelenkersatz (Hüft-TEP).
Was Sie selbst tun können
Auch mit kleinen Veränderungen im Alltag lässt sich bei Hüftschmerzen viel erreichen:

In Bewegung bleiben – aber gelenkschonend
Tägliche Spaziergänge oder leichtes Radfahren verbessern die Durchblutung und erhalten die Beweglichkeit.
Stärken Sie Ihre Muskulatur
Mit einfachen Übungen (z. B. im Sitzen oder im Wasser)
Vermeiden Sie langes Sitzen ohne Bewegungspause
Ein paar Schritte zwischendurch helfen, die Hüfte geschmeidig zu halten.
Tragen Sie flaches, stabiles Schuhwerk
Das schont die Gelenke und verringert die Sturzgefahr.
Achten Sie auf Ihr Gewicht
Jedes Kilo weniger entlastet die Hüfte spürbar.
Schonen Sie sich – aber nicht zu viel
Leichte Aktivität ist besser als völlige Ruhe.
Fazit
Hüftschmerzen sind weit verbreitet – aber sie sind behandelbar. Ob durch Bewegung, gezielte Entlastung, unterstützende Hilfsmittel oder ärztliche Maßnahmen: Viele Betroffene können ihre Beschwerden deutlich lindern und neue Lebensqualität gewinnen.
Wichtig ist, auf die ersten Anzeichen zu hören – denn wer früh handelt, kann oft langfristig helfen. Ihre Hüfte trägt Sie durchs Leben – geben Sie ihr etwas zurück.
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